Hornissenumsiedlungskasten


Hiermit möchte ich Ihnen einen neuartigen Hornissen- oder Wespenumsiedlungskasten vorstellen.

Hornissen kann man leider nicht als ganze Einheit, dh. Nest und Volk umsiedeln. Hierzu müssen Hornissen und Nest vorübergehend voneinander getrennt werden. Dieses geschieht, indem man die Hornissen vom Nest in eine Unterdruckkammer saugt.

Der Unterdruck wird von einem regulierbaren Staubsauger erzeugt. Die Kammer befindet sich im unteren Teil des Hornissenumsiedlungskasten. Der darüber liegende Nistraum ist durch eine durchsichtige Kunststoffscheibe getrennt.

Links von der weißen Klappe verdeckt befindet sich das Loch für den Absaugschlauch, der innen eine glatte Wandung haben muss, damit die Hornissen beim Absaugvorgang keinen Schaden nehmen. Rechts befindet sich ein Filterkasten, an den der Staubsauger angeschlossen wird. Damit die Landung in die Unterdruckkammer möglichst schonend für die Tiere ist und sie sich nicht verletzen ist die Filtermatte sehr weich.

Am Gehäuseboden befinden sich Ablaufschrägen aus Kunststoffplatten mit einem Schlitz, damit die Ausscheidungen der Hornissen aus dem Kasten abfließen können. Im oberen Teil befindet sich der Umsiedlungsnistraum, der vorne die Panoramascheibe hat.

Der Hornissenumsiedlungskasten mit Panoramascheibe.

Auf diesem umgedrehten Deckel wird das Hornissennest montiert.

In der Mitte waagerecht ist die Trennscheibe zwischen Nest und abgefangenem Hornissenvolk. Die obere Scheibe dient zur Beobachtung des Nestbaus und wird in einer Nut bis auf die Trennscheibe geschoben.

 

 

Hier ein altes Hornissennest aus einem Umsiedlungskasten.

Hornissenumsiedlungs-kasten zum Ende des Hornissenvolkes.

Den Deckel mit den Befestigungsstäben kann man komplett nach oben herausnehmen, ihn umdrehen und das Nest mit dem Drahtgitter problemlos zwischen den vier Haltestäben befestigen. Der Deckel und das Gehäuse besteht aus wasserfesten Siebdruckplatten.

Das Einflugloch, das bei der Umsiedlung von innen mit Papier verklebt ist, befindet sich auf dem ersten Foto über der Futterschalenhalterung. Das Loch wird mit Papier zugeklebt und mit einer Nadel perforiert. Die Hornissen können sich durch dieses Papier langsam in die Freiheit fressen und sich an die neue Umgebung gewöhnen.

Als Starthilfe bekommen sie in einer Petrischale Bienenfutterteig und etwas Wasser, damit sie für die ersten Tage nach der Umsiedlung Nahrung haben.

Die Trennscheibe zwischen Nest und dem abgefangenen Hornissenvolk kann herausgezogen werden. Der eigentliche Umsiedlungsprozess ist hiermit beendet. Hornissen und Nest sind wieder zusammengeführt und können den Nestbau an einem anderen Ort fortsetzen. Der Umsiedlungskasten bleibt bis zum Ende des Lebenszyklus des Hornissenvolkes an diesem neuen Standort.

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