Hornissenschaukasten kl
Hornissenschaukasten1 kl
Umsiedlungsbox
Hornissenumsiedlung kl

Wespenhaed1Falsche Kuckuckswespe-Dolichovespula adulterina Sächsische Wespe Stachel der falschen Kuckuckswespe Langkopf-Kurzkopfwespe

 

 

Beraterdatenbank     Antrag zur Hornissenumsetzung Kreis Viersen

Hornissenfütterung

Hornissenfütterung

 

Hornissenumsiedlung aus einem Jalousiekasten

Hornissenumsiedlungen fangen oft ganz harmlos an, indem man den Jalousiekasten öffnet. Leider wird dabei auch etwas Schmutz gemacht. Die Schrauben müssen erstmal gefunden werden, da die Schlitze oft mit dicker Farbe zugestrichen wurden. Nachdem man alle Schrauben gefunden und herausgeschraubt hat, kann man den Revisionsdeckel mit einem Schraubendreher aufhebeln. Spätestens jetzt sollte man sich einen Stichschutz überziehen, denn wenn der Deckel geöffnet wird liegt das Nest oft schon frei und die Hornissen formatieren sich zur Verteidigung.

RollokastenoeffnungLeider suchen sich Hornissen sehr oft diesen Hohlraum aus, da dort anfangs genügend Platz ist . In der Gründungsphase wird der Nestbau auch nicht bemerkt, da die Hornissen sich nicht lange vor dem Nest aufhalten um keine Feinde anzulocken. Zwischen Jalousie und Mauerwerk ist meist genügend Platz für die Hornissen um in diesen Hohlraum ein und auszufliegen. Oft ist der Hohlraum auch gut isoliert und somit für kalte Tage ein sicherer und zugleich warmer Ort um den Nachwuchs groß zu ziehen. Im Mai beginnt die Königin mit dem Bau von ein paar Zellen die sie an einem schlanken Stiel an der Decke befestigt. Das es mal zum Problem werden kann, weiß man zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Ein Problem die Hornissen umzusiedeln ist es, wenn diese ihr Nest nicht direkt im Kasten , sondern zwischen dem Verblendmauerwerk und der eigentlichen Mauer bauen. Dieser Abstand ist oft nur 10cm breit und schwer zugänglich.

 

Nest zwischen Verblender und Mauerwerk

Hier ist es der Fall und man kann das Nest zwar sehen, kommt aber nicht heran, da die Rolle der Jalousie im Weg ist. Die Rolle ist meistens in einem nach oben offenen U-Profil links und rechts in einem Lager an der Wand befestigt. Zuerst müssen die Lamellen die mit mehreren Stahlbändern an der Rolle befestigt sind ausgehakt oder abgeschraubt werden. Jetzt kann man die Rolle mit einem leichten Druck nach oben aus der Halterung heben und etwas zur Seite legen. Hierdurch entsteht zwar kein sehr großer Durchgang zum Nest, aber man kommt mit der Hand durch.

 

Vorher herrscht natürlich Alarmstimmung im Nest und man muss so viele Hornissen wie möglich in die Umsiedlungsbox saugen um überhaupt an der Rolle arbeiten zu können. Da die Jalousie nun vor dem Fenster ist, ist und der Raum dunkel, und man benötigt eine künstliche Beleuchtung im Kasten. Hier eignen sich Stablampen oder LED Magnetlampen sehr gut. Da die Hornissen zum Licht fliegen kann man sie von der Lampe sehr gut absaugen.

Nest zwischen Verblender und Mauerwerk1

Mit dem Fotoapparat ist das Nest leichter zu erreichen als mit dem Arm. Mit einem langen Messer werden nun die einzelnen Etagen des Nestes gelöst und in einer Styroporbox für den Transport verstaut. Dieses Nest kommt später in einen vorbereiteten Hornissenschaukasten. Da die Etagen des Nestes nur in kleineren Stücken aus dem Zwischenraum entfernt werden können, müssen die Teile später mit Maschendraht an der Hornissennestdecke fixiert werden.

 

 

 

 

Umsiedlungsbox

Wie man in der Umsiedlungsbox sieht sind alle Hornissen putzmunter und krabbeln an der Scheibe hoch. Jetzt heißt es schnell handeln, damit die Hornissen wieder mit dem Nest und der Brut zusammengeführt werden. Der Zielort ist 30km entfernt, wo ein Nistschaukasten auf die Hornissen wartet.

 

 

 

 

 

 

Wabenbefestigung

Die Wabenstücke werden am umgedrehten Deckel des Hornissenkasten mit Maschendraht befestigt.
Der Maschendraht wird mit Kabelbindern an den Haltestäben befestigt.
Der Deckel wird nun um 180 ° gedreht und von oben in den Nistkasten eingesetzt. In den Hornissenkasten werden jetzt noch Behälter mit Bienenfutterteig und Wasser gegeben, damit die Erstversorgung gesichert ist.

 

 

 

Einsetzen des Abfangkasten

 

 

Der Abfangkasten wird hier in die Halteschienen des Hornissenkasten eingeschoben. Die Waben befinden sich an der Decke und rechts unten kann man eine Futterschale mit Bienenfutterteig erkennen.
Die Öffnung des Einflugloches führt durchs Mauerwerk und ist in der Mitte des Nistkasten. Von außen ist dieses Loch mit Papier zugeklebt. Mit einem spitzen Gegenstand wurde dieses Papier perforiert, damit die Hornissen sich langsam in die Freiheit fressen können. Bei geöffnetem An- und Abflugloch besteht die Gefahr, das sie rausfliegen und den Weg nicht mehr zurück finden.

 

 

 

 

 

 

Entfernen der Trennscheibe

 

Die Trennscheibe der Umsiedlungsbox wird jetzt herausgezogen, so dass die Hornissen jetzt zum Nest hochkrabbeln können. Die Umsiedlungsbox bleibt für ein paar Tage hängen und wird dann gegen einen kleinen Kasten mit Heu und nach unten durchlässigem Sieb ausgetauscht. Dieser Kasten hängt in einem ausgedienten Trafohaus, den ein Elektroversorgungsunternehmen dem Naturschutz zur Verfügung gestellt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Futterstelle

 

 

 

Nach dem Umsiedlungsstress machen viele Hornissen erstmal an der Futterstelle mit Bienenfutterteig und Wasser halt. Sie müssen sich erstmal neu orientieren und dazu wird die Sichtscheibe mit einer Holztafel abgedeckt. Es wird einige Zeit dauern, bis alle Hornissen wissen, dass ihre Brut sich unter der Decke des Nistkasten befindet. Versuche mit kleineren Übergangsscheusen zum Nest erwiesen sich als hinderlich. Deshalb benutze ich eine möglichgst große Öffnung, damit die Hornissen zum Nest hochklettern können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hornissen versorgen ihr Nest

 

Hornissen versorgen ihr Nest. Großes Bild
Das Gitter hält die Wabenstücke gut fest und kann von den Hornissen umbaut werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtansicht

Innenraum im Trafohaus

 

Hornisseneingang

Die Hornissen haben sich durch das perforierte Papier den Ein-bzw. Ausgang freigeknabbert.

 

Hornissennest nach einer Woche

Das Hornissennest hat sich nach einer Woche schon gut entwickelt.

 

 

 

Hornissenkaefer kl
Umsiedlungs und Nistkastenkl
Sächsische
Wespenbeitrag1

Der Wespenversteher

Der Insektenforscher Raghavendra Gadagkar ist der Charles Darwin der Moderne. Wer Wespen beobachtet, sagt er, kann viel lernen: Über Männer, Frauen und Moral.........
Masszeichnung6kl
Rolladenkasten
Umsiedlungsbox2
Sächsische Wespe
Nest der sächsischen Wespe

Hornissennest im Geräteschuppenkl
Hornissennest kl
Saugverfahren kl